Rezensionen

Rudolf Heimann - Touch The Sky

Rudolf Heimann - Touch The Sky

Eine oft zu hörende Kritik in der traditionellen elektronischen Musik ist, dass es sich bei neueren Werken ja nur um nachgemachte Musik handelt. Mit Touch The Sky von Rudolf Heimann jedoch liegt ein Original aus 1992 vor, das für die Wiederveröffentlichung neu gemastert und mit zwei Bonus-Tracks versehen ist. Natürlich merkt man der Musik ihr Alter an. Die Sounds klingen teilweise recht angestaubt, wurden durch das neue Mastering von EROC klanglich jedoch hervorragend aufbereitet, so dass die Stücke glasklar und aufgeräumt rüber kommen. Kompositorisch ist das Album somit auch in Gänze genießbar, ohne Kratzer oder Drops. Jedes Stück ist ein kleines Juwel, mit harmonischen und ansprechenden Melodiebögen. In der Beschreibung zum Album ist von Alan Parsons Projekt und Mike Oldfield die Rede. Tatsächlich kann man zumindest be Skywalker und View From A Hill dem Gitarrenspiel eine große Nähe zu Oldfield wahrnehmen. Insgesamt höre ich jedoch an vielen Stellen klangliche Referenzen an Tangerine Dream heraus, die der Melrose Ära zugeordnet werden könnten. Touch The Sky ist ein schönes Album, dass man in dieser Fassung auch heutzutage noch sehr gut hören und genießen kann. Bezug: Spheric Music Stefan Schulz

Magazin

Kunst, Literatur und Musik auf einmal - Smith in den Güterhallen

Kunst, Literatur und Musik auf einmal - Smith in den Güterhallen

Auch wenn Musik für sich alleine stehen und wirken kann, hat die Kombination mit anderen Kunstformen natürlich ihren besonderen Reiz. Bereits seit einigen Jahren wird dies in den Solinger Güterhallen praktiziert, dort kann der EM-Fan seiner Lieblings-Musik in den Küstlerateliers und Galerien lauschen. Nicht zum ersten Mal führt mich mein Weg in diesem Jahr nach Solingen, um Kunst gleich in...

Sound- und Lichtfeuerwerk auf dem Kunstrasen - Jean-Michel Jarre in Bonn

Sound- und Lichtfeuerwerk auf dem Kunstrasen - Jean-Michel Jarre in Bonn

So häufig, wie ich auf Konzerten bin, könnte der eine oder andere meinen, ich müsste doch wirklich schon alles gesehen haben. Das ist mitnichten so: regelmäßiger EM-Event-Besucher bin ich erst seit vielleicht sechs oder sieben Jahren, und es gibt diverse 'große Namen', die ich bisher nie live gesehen habe, und wohl auch nie mehr sehen werde. Zumindest einen...

Spielen wir uns den Regen weg!

Spielen wir uns den Regen weg!

Die Sommerzeit zwischen Juni und August ist Event-technisch immer eine etwas ruhigere Zeit. Viele sind in Urlaub und die Veranstalter warten mit Konzerten lieber bis zum Frühherbst. Dafür ist der Sommer natürlich die Hochzeit der Grillfeste, und Winnies Schwingungen-Party ist eine besondere ihrer Art, kombiniert sie doch ein Grillfest mit reichlich Konzerten, und das alles im intimen und gemütlichen...

Kolumne

Auswahl ist gut!

Auswahl ist gut!

Erinnern Sie sich noch daran, wie Sie früher an (elektronische) Musik gekommen sind? Also ich mich noch ziemlich gut. So Mitte der 80er Jahre, als ich Winfrid Trenkler's 'Schwingungen' gerade entdeckt hatte, war ich noch Schüler und wohnte in einer kleinen Stadt im Bergischen Land.  Es gab einen kleinen Radioladen, der hatte auch ein Plattenregal, und es störte den Händler nicht allzusehr, wenn sich die Teenager auf den ausgestellten Stereoanlagen die eine oder andere Platte auf Kassette überspielten - solange er die Kassetten verkaufte.  Das Plattenregal war naturgemäß nicht allzu groß, und EM-mäßig war dort nicht allzuviel zu finden.  Zum nächsten echten Plattenladen in der nächst-größeren Stadt war es eine Stunde mit dem Bus, und die richtig große Auswahl gab's erst im Saturn in Köln.  Fehlende Motorisierung und begrenzte finanzielle Mittel setzten solchen Ausflügen natürliche Grenzen, so hat man sich bestenfalls alle zwei oder drei Wochen ein neues Stück Vinyl geleistet.  CD-Player gab es zwar auch schon, aber für die wurden damals noch vierstellige Preise aufgerufen.