Rezensionen

Stefan Erbe - selectronique debussy

Stefan Erbe - selectronique debussy

Langweilig wird es bei Stefan Erbe nie: Neben seinem Projekt mit Steve Baltes schafft er es auch immer noch, ein Soloalbum pro Jahr herauszubringen, und nie ist eines dieser Alben eine einfache Fortsetzung seines Vorgängers - Abwechslung ist angesagt. Auf seinem neuesten Werk sind die Kompositionen Claude Debussys das Thema, bzw.  ihre Erbe'schen Interpretationen.  Ein mutiges Projekt, haben sich doch schon ganz andere Größen der EM an diesem Stoff versucht.  Ob dieser Versuch gelungen ist?  Ich meine ja!  'selectronique debussy' ist ein Album, das die klassischen Originale in ihrem Kern intakt lässt, aber gleichzeitig auch ein waschechtes Erbe-Album.  Es transponiert die Vorbilder auf den 'typischen' Erbe-Sound mit seinen Piano-Klängen und setzt dabei eigene Akzente. Als was man es primär sieht, bleibt dem Hörer überlassen: Man kann der Musik ganz konzentriert zuhören und dabei seine Vergleiche anstellen, man muss es aber auch nicht.  Genauso gut kann man einfach einmal die Seele baumeln lassen und es einfach nur genießen.  Nur eines sollte man auf jeden Fall tun: reinhören! Alfred Arnold

Magazin

Münsters kosmische Nacht

Münsters kosmische Nacht

Erfreulicherweise ist nicht nur Bochum Ort regelmäßiger Konzerte, die elektronische Musik mit Planetariums-Projektionen verknüpfen. Auch das LWL-Museum in Münster mit seinem Planetarium hat solche Events im Angebot, wenn auch nicht ganz in der Frequenz wie in Bochum.

Langes EM-Wochenende am Wasserfall

Langes EM-Wochenende am Wasserfall

Anfang September erwacht die Veranstaltungs-Szene wieder aus ihrer Sommerpause, und in diesem Jahr mit einem ganz besonderen Event: der zweiten Auflage von 'Schwingungen am Wasserfall' bei Kabelmetal in Windeck-Schladern. Eigentlich sollte dieses Festival ja erst übernächstes Jahr wieder stattfinden. Den Organisatoren von Kabelmetal hatte es aber letztes Jahr so gut gefallen, daß sie einige (finanzielle) Hebel in Bewegung...

Klingender Semesteranfang

Klingender Semesteranfang

Die Sommermonate sind Event-mäßig für mich immer eine ziemliche Durststrecke. Ist schon klar, halb Deutschland ist verreist, und das betrifft sowohl die Veranstalter als auch potentielle Besucher. Ende August oder Anfang September erwacht die Szene aber wieder zum Leben. Das August-Sound-of-Sky mit Booth Creek war schon ein schöner Einstieg, und weniger als eine Woche darauf...

Kolumne

Auswahl ist gut!

Auswahl ist gut!

Erinnern Sie sich noch daran, wie Sie früher an (elektronische) Musik gekommen sind? Also ich mich noch ziemlich gut. So Mitte der 80er Jahre, als ich Winfrid Trenkler's 'Schwingungen' gerade entdeckt hatte, war ich noch Schüler und wohnte in einer kleinen Stadt im Bergischen Land.  Es gab einen kleinen Radioladen, der hatte auch ein Plattenregal, und es störte den Händler nicht allzusehr, wenn sich die Teenager auf den ausgestellten Stereoanlagen die eine oder andere Platte auf Kassette überspielten - solange er die Kassetten verkaufte.  Das Plattenregal war naturgemäß nicht allzu groß, und EM-mäßig war dort nicht allzuviel zu finden.  Zum nächsten echten Plattenladen in der nächst-größeren Stadt war es eine Stunde mit dem Bus, und die richtig große Auswahl gab's erst im Saturn in Köln.  Fehlende Motorisierung und begrenzte finanzielle Mittel setzten solchen Ausflügen natürliche Grenzen, so hat man sich bestenfalls alle zwei oder drei Wochen ein neues Stück Vinyl geleistet.  CD-Player gab es zwar auch schon, aber für die wurden damals noch vierstellige Preise aufgerufen.